Worldcup Lignano Sabbiadoro 4.-9. März 2026

Mittwoch, 04. März von Lisa Walter

Fast schon selbstverständlich, aber doch immer noch ein Highlight! Zum bereits dritten Mal fuhr eine Auswahl des Landesverbandes zu einem internationalen Flossenschwimmwettkampf nach Italien. Nach 2024 und 2025 hieß es wieder im März: „Bella Italia lädt zum Worldcup ein“. Dieser sollte vom 6. März bis 8. März in Lignano Sabbiadoro stattfinden.

Mittags wurde ich von Ann-Kathrin und Ben auf dem Lerchenberg eingesammelt und wir machten uns gemeinsam auf den Weg Richtung Österreich. Hier sollte abends unsere Zwischenstation in Kals am Großglockner erreicht werden, um von dort donnerstagsmorgens weiterzufahren. Zwischendurch machten wir an verschiedenen Rastmöglichkeiten an den Autobahnen halt. Hier trafen wir bereits nach wenigen Minuten auf das zweite Auto, das aus Wiesbaden kommenden, das gleiche Ziel hatte. Auch Sandra, Julia, Paul und Flo waren guter Dinge, dass dieser Wettkampf ein guter für uns werden würde. Für Ben sollte es die erste Teilnahme an einem Worldcup sein und er stellte auf der rund siebenstündigen Fahrt einige Fragen zum Ablauf und Besonderheiten des Wettkampfes. Aber auch Ann-Kathrin stellte neugierig ihre Fragen. So erklärte ich beispielsweise, dass in diesem Jahr eine neue Wertung eingeführt wurde. Es gab die Senioren (2008 und älter), die Junioren 1 (2009-2010) sowie die Junioren 2 (2011-2014). So stellte die Wertung der Junioren 2 ein Novum dar. Außerdem sollte der Ablauf des Wettkampfes ein wenig anders, als die Jahre zuvor, sein. So wurde ein Abschnitt folgendermaßen aufgeteilt: Zuerst schwammen alle männlichen Teilnehmer über eine Strecke, im Anschluss alle männlichen Teilnehmer über die nächste Strecke, immer in ihren jeweiligen Wertungskategorien. Erst im Anschluss an die Männer folgten die Frauen, beginnend mit der ersten Strecke. Mit Ankunft in Österreich waren alle offenen Fragen geklärt, sodass wir uns hungrig auf die Nudeln stürzten, nachdem wir noch von unseren Gastgebern Bea und Wolfi empfangen wurden. Anschließend gingen wir zeitnah zu Bett, da die folgenden Tage versprachen, aufregend zu werden.

Donnerstag, 05. März von Florian Funke

Am Donnerstag ging es für uns früh in Österreich los und wir fuhren 4 Stunden nach Italien ins Hotel. Dort angekommen kurz einchecken und dann direkt in die Schwimmhalle, um uns einzuschwimmen. Nachdem wir alle fertig waren ging es zurück auf die Zimmer und kurz darauf zum Abendessen. Mit gefülltem Magen ging es zurück auf die Zimmer. Dort angekommen alle schnell im Bett, weil wir am nächsten Tag den 1. Wettkampftag hatten.

Freitag, 06. März von Ben Del Sordo

Als wir am Freitag schon um 6 Uhr aufstehen mussten, hielt sich die Motivation in Grenzen. Aber das Frühstück machte dies wieder besser. Als wir dann nun zum Einschwimmen gingen, merkte man erst, wie viele Teilnehmer es eigentlich waren und es sind nur die Jungs beziehungsweise Männer, die sich am Anfang eingeschwommen haben. Der erste Wettkampf waren die 1500m FS für Paul und daraufhin noch die 50 m BiFin für Florian. Paul wurde bei 1500m FS elfter und Florian wurde 26. Danach ging es zum Mittagessen, wo es natürlich wie es zu Italien gehört, Nudeln gab. Zum Nachtisch gab es Kekse, die der Paul sehr mag und jeder für ihn diese gesammelt hat. Am Nachmittag ging es weiter mit den 100 FS und 100 BiFin. Bei 100m FS startete Ben und belegte den 28. Platz. Das war mein erster Start auf dem Wettkampf und auf einem Worldcup allgemein und ich hatte Angst irgendetwas falsch zu machen, aber ich habe alles gut gemacht und bin heile und nicht als letzter in meinem Lauf angekommen. Paul belegte bei 100m BiFin den 38. Platz und Florian, den 23. Platz. Bei den Frauen wurde Lisa 37. und Julia 40. bei den 100m FS.

Samstag, 07. März von Lisa Walter

Samstagvormittag standen für Julia, Ben und mich die 200FS und 50m Apnoe auf dem Programm und für Flo und Paul die 200m BiFin. Da an diesem Wettkampftag die Damen mit ihren Strecken begannen, standen Julia und ich vor allen anderen auf und gingen frühstücken. Nach dem Einschwimmen kamen der Rest des Teams in die Schwimmhalle, um uns zu unterstützen. Die 200m FS liefen noch nicht so gut. Wir hatten beide das Ziel unter 2 Minuten zu schwimmen, scheiterten aber knapp an der Limitzeit für die Deutsche Meisterschaft in Berlin im Juni. Auch die 50m Apnoe liefen nicht wie erhofft, da wir beide gerne ein wenig schneller geschwommen wären. Jedoch waren wir auf beiden Strecken schneller als noch im Januar bei der Thüringischen Meisterschaft, weswegen wir nicht komplett unzufrieden waren. Für Ben lief der Vormittag super. Mit zwei neuen persönlichen Bestzeiten (02:08,59 und 00:23,73) zeigte er eine gute Leistung und war vor allem mit der Apnoestrecke sichtlich zufrieden. Pauls 200m BiFin liefen aufgrund von Schnorchelproblemen nicht so, wie erhofft. Er blieb über seiner Bestzeit. Dafür lief es bei Flo umso besser. Er verbesserte seine alte persönliche Bestzeit sehr deutlich (01:50,24). Der Weg zurück auf die Zimmer stellte mich dann vor eine persönliche Herausforderung, bzw. stellten die Funkenjungs mich vor eine Herausforderung. Ich half ihnen ein paar Kräfte für den Nachmittag zu sparen und absolvierte mit ihnen im Gepäck einige Treppenstufen.

Nach dem Mittagessen gingen wir alle gemeinsam zum Strand und genossen einige Sonnenstrahlen. Während Paul, Sandra und Flo die Pause zum Regenerieren nutzen, gingen Ben und Ann-Kathrin einkaufen. Julia und ich machten einen einstündigen Spaziergang. Sandra, Flo und Paul machten sich anschließend auf dem Weg zum Einschwimmen. Ann-Kathrin, Ben, Julia und ich nutzen die Zeit und ich lernte zu kniffeln, während Ben lernte mit Möwen zu sprechen. Natürlich hatte ich in meiner ersten Kniffelrunde direkt einen Kniffel. Nachmittags machten wir uns dann auf den Weg ins Schwimmbad, um Paul und Flo auf ihren wichtigen 400m BiFin anzufeuern. Das Anfeuern, Klatschen, Brüllen und Mitfiebern war von Erfolg gekrönt. Paul schwamm so schnell, wie noch nie und stellte in 03:53,49 einen neuen Deutschen Rekord auf. Und auch die zweite Runde Anfeuern, Klatschen, Brüllen und Mitfiebern zahlte sich voll aus. Flo schwamm ebenfalls eine neue persönliche Bestzeit und erschwamm sich in 03:58,76 den Deutschen Jugendrekord. Ein wenig heiser ging es dann zum Abendessen. Wir ließen den Tag gemeinsam mit einigen Runden Uno und Ligretto ausklingen und gingen dann müde, aber sehr zufrieden schlafen.

Sonntag, 08. März von Paul Funke

Am Sonntag, dem letzten Wettkampftag, waren die Männer wieder als erstes an der Reihe, im ersten Abschnitt standen die 400m, sowie die 50m Flossenschwimmen auf dem Programm. Die 400m, welche von allen Sportlern geschwommen wurden, liefen insgesamt gut, jedoch hat man bei Florian und Paul klar gesehen, dass die Energie schon zu einem Großteil an den Vortagen aufgebraucht war. Mit einer kurzen Pause dazwischen standen die 50m aber schnell vor der Tür. Für Ben war es seine letzte Strecke, da er für die SB-Staffel zu jung ist. Die jüngeren Jahrgänge der Staffeln waren am Morgen dran, die Mannschaft des Binger Tauchsportclubs startete im zweiten Abschnitt. In der besagten Staffel starteten Florian und Julia mit den BiFins, Paul und Lisa übernahmen die Mono-Strecken. Insgesamt hat das Team eine Zeit von 3:31,05 benötigt und lag damit knapp vor den Spaniern auf Platz 12. Zum Schluss waren noch Julia und Lisa mit ihren 50m FS dran, danach waren alle Sportler mit allen Strecken durch. Da am Abend noch eine längere Autostrecke bis nach Österreich auf dem Plan stand, wurde sich möglichst schnell auf den Weg gemacht. Alle Sportler können über den Wettkampf verteilt mit ihren Strecken und Zeiten definitiv zufrieden sein.

Montag, 09. März von Julia Walter

Am Montag konnten wir alle ein wenig länger ausschlafen und machten uns anschließend bereit die Reise zurück nach Deutschland anzutreten. Wir beschlossen als Gruppe nochmal zusammen bei den Bergen in der Nähe vom Großglockner rodeln zu gehen. Wir fuhren dafür zu einer Skistation in die Nähe unserer Unterkunft und fuhren anschließend mit den Gondeln den Berg hinauf, unserer Rodelgruppe schloss sich Wolfi an. Wir alle hatten Schlitten, außer Ann-Kathrin, sie schaute uns lieber von unten zu. Das Rodeln hat uns allen großen Spaß gemacht und auch der ein oder andere Wettkampf, diesmal gegeneinander, ließ nicht auf sich warten. Wir verabschiedeten uns von Kals, Bea und Wolfi und machten uns auf den Weg nach Hause. Die Autoaufteilung war wie auf dem Hinweg gleichgeblieben (Lisa bei Ann-Kathrin und Ben, Ich bei Familie Funke). Um ca. 19 Uhr kamen wir alle heil und glücklich zu Hause an. Es war ein toller Wettkampf mit vielen schönen Erinnerungen und besonderen Highlights für mich,  wie zum Beispiel der erschwommene Deutsche Rekord von Paul über 400m BiFin und der erschwommene deutsche Jugendrekord von Flo über 400m BiFin.

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