Erfolgreiche Sidemount-Tauchlehrer-Ausbildung am Gravière du Fort

Vom 10. bis 12. Juli trafen sich zwei Ausbilder, drei Tauchlehreranwärter und zwei DTSA-Sidemount*-Anwärter am Gravière du Fort bei Straßburg zu einem intensiven Ausbildungswochenende. Bereits am Freitagabend um 18 Uhr begann die Veranstaltung mit einer Vorstellungsrunde und einer Einweisung in die örtlichen Gegebenheiten des Sees. Schnell wurde deutlich: Vor uns lag ein anspruchsvolles, bestens organisiertes Wochenende, bei dem fundierte Ausbildung und die Freude am Tauchen ideal miteinander verbunden wurden.

Im anschließenden Theorieunterricht standen neben den Inhalten der aktuellen VDST-Unterlagen auch drei sorgfältig ausgearbeitete Referate der Tauchlehreranwärter auf dem Programm. Sebastian beleuchtete die Geschichte des Sidemount-Tauchens, Alexander erklärte die Bedeutung eines optimalen Trimms für sicheres und entspanntes Tauchen, während Marco das Thema Umkehrdruck mit seinen Besonderheiten beim Sidemount-Tauchen anschaulich erläuterte. Die Vorträge vermittelten wertvolles Wissen und führten zu interessanten Diskussionen sowie einem regen Erfahrungsaustausch.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Praxis. In zwei Ausbildungstauchgängen wurden die Übungen der ersten beiden Prüfungstauchgänge durchgeführt. Neben den grundlegenden Fertigkeiten nach der VDST-DTSA-Ordnung gehörten unter anderem verschiedene Konfigurations- und Tarierübungen, die sichere Gasspende durch die Abgabe des gerade genutzten Atemreglers, Gruppenaufgaben in Sternformation sowie Rettungsübungen zu den Ausbildungsinhalten der Tauchlehrerausbildung. Besonders deutlich wurde dabei, wie wichtig eine stabile Wasserlage, gute Kommunikation und routinierte Abläufe im Sidemount-Tauchen sind.

Natürlich kam auch das eigentliche Taucherlebnis nicht zu kurz. Die gute Sicht im Gravière du Fort ermöglichte zahlreiche Begegnungen mit der Unterwasserwelt. Mehrere Barsche, einige stattliche Hechte und sogar einer der im See lebenden Störe sorgten für Begeisterung. Außerdem führten die Tauchgänge zu den bekannten Attraktionen des Sees: den Plattformen, dem versenkten Flugzeug und dem Seepferdchen. Sie verdeutlichten einmal mehr, warum dieses Gewässer zu den beliebtesten Ausbildungsplätzen der Region zählt.

Am Samstagabend wurde es dann wieder theoretisch: Alle Teilnehmenden absolvierten ihre Theorieprüfung. Nach der Auswertung wurden die einzelnen Fragen und Lösungsmöglichkeiten in Workshop-Atmosphäre besprochen. Dabei blieb es nicht bei der reinen Nachbereitung der Prüfung. Gemeinsam wurden konstruktive Vorschläge zur Weiterentwicklung des Fragenkatalogs erarbeitet. Dieser offene Austausch machte deutlich, dass Ausbildung im VDST nicht nur Wissensvermittlung bedeutet, sondern auch vom gemeinsamen Lernen und von der gemeinsamen Weiterentwicklung lebt.

Am Sonntag folgten die beiden abschließenden Prüfungstauchgänge. Auf dem Programm standen anspruchsvolle Übungen wie die Fuchsjagd, Tarierung und Trimm ohne Flossen, das Setzen einer Boje während einer simulierten Luftnotsituation, das sichere Handling der Sidemount-Flaschen sowie verschiedene Team- und Rettungsaufgaben. Den Abschluss bildete ein kontrollierter Aufstieg der gesamten Gruppe in Sternformation. Diese Übung wurde von allen Beteiligten souverän gemeistert und unterstrich das hohe Leistungsniveau der Gruppe.

Besonders erfreulich war das Ergebnis des Wochenendes: Alle Teilnehmenden bestanden ihre Ausbildung mit Bravour. Drei neue Sidemount-Tauchlehrer sowie eine DTSA-Sidemount*-Taucherin und ein DTSA-Sidemount*-Taucher konnten erfolgreich brevetiert werden. Bemerkenswert war dabei insbesondere, dass einem Teilnehmer, der vor diesem Wochenende noch nie mit einem Sidemount-System getaucht war, innerhalb weniger Tage eine solide Grundlage vermittelt werden konnte, sodass er sicher und souverän in diese Konfiguration einsteigen konnte. Dies zeigt eindrucksvoll, wie wirkungsvoll eine strukturierte Ausbildung mit engagierten Ausbildern sein kann.

Ein herzliches Dankeschön gilt Stefan und Frank für die ausgezeichnete Organisation, die ruhige und kompetente Betreuung sowie den jederzeit reibungslosen Ablauf. Ebenso trugen alle Teilnehmenden durch ihre Motivation, gegenseitige Unterstützung und den offenen Erfahrungsaustausch zum Erfolg des Wochenendes bei.

Am Ende waren sich alle einig: Das Ausbildungswochenende war intensiv, anspruchsvoll und fordernd, aber nie überfordernd. Genau die richtige Mischung, um neue Fähigkeiten zu erlernen, Sicherheit zu gewinnen und gleichzeitig die Faszination des Sidemount-Tauchens zu erleben. So darf Ausbildung gerne sein.

Bericht: Sebastian Raber (VDST TL2 und VDST Sidemount-TL)

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