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SK-Süßwasserbiologie 29/30.06.2013

Im UnterrichtIm UnterrichtWie ein roter Punkt auf einmal acht Beine bekommt

Seit Anfang des Jahres habe ich mir vorgenommen meinen Trainer C zu absolvieren und mich damit beschäftigt, was man als Voraussetzungen so alles braucht. Unter anderem wird hierfür der SK-Süßwasserbiologie benötigt. Die Ausschreibung für den im LVST angebotenen Kurs, habe ich im Landesverbandsheft gelesen und mich dann im Mai angemeldet. Zum Kurs am 29.06. bin ich mit den Erwartungen angereist, das Pflichtprogramm für den Trainer C zu erledigen. Bei der Vorstellungsrunde wurden die 27 Teilnehmer nach Pflichtveranstaltung oder freiwilligem Kommen gefragt, was mich schon überraschte, weil hier doch die Interessen scheinbar weit auseinander liegen.

 

Teilweise hatten die Teilnehmer und die Referenten nicht nur mehrere Jahre Taucherfahrung sondern auch mehrere hundert Tauchgänge und die überwiegend im Süßwasser. Bei den Theorieeinheiten wurden uns die Zusammenhänge vom Leben im See, mit Einbeziehung der weiteren Umgebung, verdeutlicht. Was Wasserpflanzen für Aufgaben haben und warum sie überhaupt wo wachsen. Interessant waren auch die Jahreszeiten und wie die Nahrungskette die Sichtverhältnisse im See beeinträchtigt. Besonders hat mir auch der Vortrag über umweltgerechtes Tauchen gefallen, in dem auf das Verhalten und die Reflexion anderer natursporttreibender Gruppierungen eingegangen wurde. Unser Verhalten am See prägt die Meinung über die „Taucher“. Ein weiterer Aspekt ist das Arbeiten an einem umweltschonenden Tauchen, bei dem nicht nur die Tarierfähigkeiten zählen, sondern eher ist hiermit gemeint, dass der umfassenden Tauchgangsplanung eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu kommt.

 

So gegen 12:30 Uhr wurde dann zum selbstgemachten Büffet von Manfred gerufen, was außerordentlich schmackhaft und vielfältig war. Gestärkt ging es dann übergangslos zur Erklärung der Aufgaben beim bevorstehenden ersten Tauchgang. Es wurden sieben Tauchgruppen gebildet denen verschiedene Aufgaben zugeteilt wurden. Mit Spritzen in verschiedenen Wassertiefen Proben nehmen und gleichzeitiges Messen der Wassertemperatur, durch den Partner mittels eines Badethermometers. Dann gab es noch Plastikgefäße in denen Pflanzenteile und Kleinstlebewesen unter Wasser eingesammelt werden sollten. Der Sinn des Ganzen wurde noch in einem Vortrag präsentiert, es ging darum, heraus zu finden in welchem Zustand sich der Binsfeldsee bfindet.

Am Tauchplatz angekommen machte sich jede Gruppe in Eigenregie fertig und endlich ging es zum ersten Tauchgang. Für mich war es der erste Tauchgang im “Gänsedreck“ und von Anfang an war ich über die guten Sichtverhältnissen beeindruckt. Das Sammeln in den Behälter ging ganz gut, wenn man sich an die Anweisung, wie der Deckel zu händeln ist, gehalten hat. Ein Behälterdeckel ging im Seminar verloren, was für so eine große Gruppe, wie sich später heraus gestellt hat, ein Profiwert ist. Nach dem Tauchgang ging es wieder zurück in die Sportschule zum Nachmittagskaffee und dann in den Keller zur Probenauswertung. Unter Anleitung sind die Pflanzenteile und die Krabbeltierchen unter den Binos betrachtet und bestimmt worden. Erstaunlich war in Vergrößerung zu sehen, was man so eingesammelt hat. Da ist auf einmal ein kleiner roter Punkt, ein Spinnentier mit acht Beinen (Wassermilbe). Dieses Spinnentier gab es dann nicht nur in rot, sondern auch in schwarz. An einer anderen Stelle sind die Wasserproben der Spritzen ausgewertet worden.

Zum Schluss stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor und diese wurden in Listen und Tabellen eingetragen. Aus den gesammelten Ergebnissen konnte dann der Zustand des Gewässers bewertet werden. Also der Binsfeldsee den wir betaucht haben, ist in der Trophieeinstufung als mesotroph, oder für uns Taucher als gesunder abwechslungsreicher See, zu sehen. Beim gemeinsamen Abendessen in einem griechischen Restaurant, gab es nicht nur reichlich und gut zu essen, sondern wir tauschten uns angeregt über den vergangenen Tag aus und über das Tauchen überhaupt. Da hatte ja jeder etwas zu berichten. Am zweiten Tag trafen wir uns um 09:30 Uhr am See, für den zweiten Tauchgang, der ganz der Beobachtung von Fischen und deren Standorten galt. Auch dieser Tauchgang war ein voller Erfolg.

Nach der Taucherei ging es zur Abschlussdiskussion in die Tagungsräume der Sportschule zurück. Bei Kaffee und Kuchen wurde in lockerer Runde die Auswertung abgehalten und natürlich die Logbücher mit Leben gefüllt. Für mich war das Seminar sehr anregend, informativ, spannend und abwechslungsreich, mit tollen Teilnehmern und einem harmonisch funktionierendem Betreuungsteam. Danke an Alle, mit dem Prädikat empfehlenswert.

Michael Heine, TSG Montabaur

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