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Tauchurlaub in Ägypten – Oktober 2014, Rheinlandpfälzer unterwegs

Vom Baggersee zur Soma Bay

Wir, die "Rheinlandpfälzer" (Zum Vergößern, anklicken)Wir, die "Rheinlandpfälzer" (Zum Vergößern, anklicken)Rein zufällig hat es sich zugetragen. Im Juli des vergangenen Jahres trafen wir uns an der Füllanlage des Baggersee Diez. Wir, das waren Christel Meier vom TWC Diez und ich, Ralf Haben von den Sporttauchern Andernach (StA). Und wie das so üblich ist wenn man sich lange nicht gesehen hat, haben wir uns direkt mal über alte Zeiten ausgetauscht, über das was gerade angesagt ist und das was im Verein in naher Zukunft so geplant ist. Und siehe da, Überraschung, beide Vereine planten im gleichen Zeitraum eine Clubfahrt nach Ägypten. Nicht nur das. Es stellte sich heraus, dass wir sogar im gleichen Gebiet, im gleichen Hotel und von der gleichen Tauchbasis aus tauchen wollten. Später habe ich dann noch erfahren, dass die TSG Montabaur ebenfalls im gleichen Zeitraum in Hurgada Urlaub macht. Sofort viel mir das Schlagwort ein „Rheinlandpfälzer unterwegs“.

Unser Ziel der Reise war die Soma Bay. Reisezeit war im Oktober, 14 Tage in und nach den Herbstferien. Dies ermöglichte möglichst vielen Vereinsmitgliedern die Teilnahme, zumindest für eine Woche. Unterkunft fanden wir im Breakers, die Tauchbasis war der Orca Diving Club. Wir von den StA hatten bei „Schau ins Land“ gebucht. Der Flug ging nonstop von Düsseldorf nach Hurgada. Start war um 12:30 Uhr. In Hurgada hatten wir eine Einzelfahrt direkt zum Hotel. Alles prima. Auch die Rückfahrt ging nonstop. Es gab nichts zu beanstanden.

Soma Bay:

Hierbei handelt es sich um eine Landzunge die südlich von Hurgada und kurz vor Sarfaga liegt. Die Soma Bay bietet für alle etwas, Tauchbasis mit Hausriff, Badesandstrand für Nichttaucher und Surfer. Das Hausriff ist über einen Steg zu erreichen. Im innersten Teil der Bucht von Soma liegt, einige Kilometer entfernt, die 7 Bofort Surfer-Lounge, ein Geheimtipp für Kitesurfer. Es ist ein Golfplatz zu finden. Auch eine Wellnessoase steht zur Verfügung.

Unterkunft:

Vor Ort finden sich an Hotels: das Kampinski, der Robinson-Club, das Sheraton und eben unser Tauchhotel, das Breakers. Alle bedienen unterschiedliche Zielgruppen und liegen an einem ca. 1,5 km langen, betonierten Strandweg mit dem Breakers an dem einem, die Marina am anderen Ende. Verbunden ist alles mit kostenlos pendelnden Elektrobussen, die alle 10 Minuten fahren. Private Unterkünfte in der Umgebung werden auch im Internet angeboten. Die Hotels sind gut miteinander vernetzt. Es ist z.B. möglich das Abendessen in einem anderen als dem gebuchten Hotel einzunehmen. In unserer Reisezeit war nichts überlaufen. Es gab Platz genug für alle.

Hotel bei NachtHotel bei NachtDas Breakers ist eher ein reines Taucher- und Surfer Hotel. Es steht unter Schweizer Leitung und wird bewusst nur in Mitteleuropa beworben. 55 % der Gäste sind „Wiederholungstäter“. Die Unterkunft war ordentlich und sauber, das Essen abwechslungsreich und hochwertig. In den 2 Wochen unseres Aufenthaltes gab es ständig neue Themenabende.

Das Hotel liegt direkt am Riffdach des Hausriffs und hat keinen Badestrand. Zum Schwimmen muss man entweder das Schwimmbad im Innenhof nutzen, oder über den Steg zu einer Badebucht gehen. Man kann auch den Sandstrand von den anderen Hotels nutzen. Aber wir waren ja zum Tauchen da. Hierfür war das Breaker die optimale Wahl.

Tauchen:

Die BasisDie BasisMöglich ist das Tauchen über die Tauchbasis vom Robinson Club oder vom Orca Diving Club. Orca liegen unmittelbar neben dem Breakers. Morgens fällt man quasi aus dem Bett und liegt im Frühstücksraum. Nach dem Frühstück steht man auf und stolpert in den Taucherbereich. Orca bieten alles, was man zum Tauchen braucht. Neuwertige Leihausrüstung, Nitrox, Rebreather, Guides, Bootstouren (halbtags oder ganztags), Hausriff tauchen, alles ist bestens durchorganisiert. Jede Leistungsstufe wird bedient. Super ist die aussagekräftige Homepage. Auf Facebook gibt es eine offene Gruppe Soma Bay Friends. Auch Schnorcheln ist in der Badebucht oder im Einstiegsbereich zum Hausriff möglich. Die Bootstauchgänge starten in der Marina. Man richtet seine Ausrüstung und stellt sie bereit. Anschließend wird man in kleinen Bussen zum Hafen gefahren. Flaschen und Ausrüstung werden von den Mitarbeitern angeliefert und auf dem Schiff verladen. Die Bestimmungen sehen vor, dass Bronzetaucher mit weniger als 30 Tauchgängen mit Guide tauchen müssen. Aber für uns als Verein wurde eine Sonderregelung getroffen und wir konnten „unser Ding“ machen. Als problematisch wurde von uns Tauchern der Umgang mit der privaten Ausrüstung gesehen. Die Lagerräume waren für Jedermann zugänglich und wurden nicht wirklich überwacht. Das hat immer wieder zu Beschwerden geführt, auch in unserer Gruppe. Die Tauchplätze waren top. Es war alles zu sehen. Was nicht unter Wasser gefunden wurde, war dann auf An- oder Abfahrt zum Tauchplatz anzutreffen. Bei der Diezer Gruppe war es ein Walhai, bei uns eine große Delfinschule. Unvergessen bleibt der Drifttauchgang um das Panoramariff. Von der Plattform des großen Tauchschiffs aus, ging es wie beim Fallschirmspringen, hopp, hopp, hopp ins Wasser und mit viel Schub von Nord nach Süd um das Riff. Dort wurden wir dann wieder aufgenommen. Ich habe es dann in den 14 Tagen ohne große Anstrengung auf 17 Tauchgänge gebracht von denen keiner langweilig war.

Das MeerDas Meer

Wir sind normalerweise niemand, der im Urlaub zweimal in das gleiche Hotel fährt. Beim Breakers werden wir aber eine Ausnahme machen. Die Planungen für 2015 laufen bereits.

 

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