Home Berichte VDST Bundestagung des Verbandes Deutscher Sporttaucher 2011
18 | 05 | 2012
Platzhalter
Bundestagung des Verbandes Deutscher Sporttaucher 2011 Drucken
Montag, den 21. November 2011 um 15:33 Uhr

Ein Bericht unserer Ehrenpräsidentin

Als im Jahr 1974 der Binger Tauchsportclub gegründet wurde und wir 1975 Mitglied des Verbandes Deutscher Sporttaucher – VDST – wurden, sahen wir es als unsere Pflicht an, zu den Mitgliederversammlungen, die damals zweimal im Jahr stattfanden, davon eine immer in der Mitte der Bundesrepublik – in Frankfurt – , teilzunehmen.

Und diese Tradition haben wir jahrelang gepflegt. Auch als ich im Jahre 1991 zur 1. Vorsitzenden des Landesverbandes Sporttauchen Rheinland-Pfalz, LVST, gewählt wurde und dann pflichtgemäß an diesen Tagungen teilnehmen musste, war der BTC immer vertreten. Doch das hat sich leider geändert. Nur noch wenige Vereine in Rheinland-Pfalz oder auch aus den anderen Bundesländern fahren zu den Bundestagungen. Viele übertragen ihre Stimmen wenigsten ihren Landesverbänden, allerdings manchmal auch das nicht. Das Interesse an den Veranstaltungen unseres obersten Gremiums ist auf ein Minimum gesunken.

Meine letzte Teilnahme war vor drei Jahren. Die Tagung war in Osnabrück, und ich wurde mit der „Goldenen Ehrennadel“ geehrt. Aber als ich erfuhr, dass die diesjährige Versammlung in Frankfurt ist, der Hess. Tauchsportverband, HTSV, feierte sein 40-jähriges Jubiläum, meinte mein Karl, da fahren wir hin. Wäre doch schön, alle mal wieder zu sehen, die Landesfürstinnen und –fürsten aus den anderen Bundesländern, es sind fast immer noch die „Alten“, die ich aus meiner Zeit kenne.

Und so buchten wir ein Zimmer im Courtyard Marriott und begaben uns am Freitag, den 18.11. auf den Weg nach Frankfurt. Ich versuchte, die Adresse dieses Hotels in meinem Navi einzuprogrammieren, vergeblich. Dieses kannte den angegebenen Walter-Moeller-Platz überhaupt nicht. Auch der aus dem Internet ausgedruckte Lage und Anfahrtsplan konnte die Lage des Hotels nur umgebungsmäßig angeben. Es lag mitten in einer riesigen Einkaufsmall, TITUS-Center genannt. Doch die Richtung war schon mal richtig. Bis wir dann endlich in der Nähe waren und mein Navi meinte: „Sie haben das Ziel erreicht“, war noch alles klar. Bis auf das Hotel, das war nirgends zu entdecken. An einer Tankstelle wurden wir informiert: gleich kommt ein Parkhaus, danach die Einfahrt zum Hotel. Nach zweimaliger Umrundung des Einkaufscenters und nochmaliger Frage sahen wir das kleine Schild mit der Aufschrift des Hotels, nach einiger Mühe auch ein Parkplätzchen, zum Glück waren wir mit unserem Kleinwagen gereist und nach weiterem Suchen nach dem Eingang auch die Rezeption, nachdem wir mit dem Aufzug von U2 über U1 zu E „Rezeption“ gefahren waren. Doch zu unserer Erleichterung, es ist ja nicht immer leicht, sich als Bauer aus Dromersheim in einer Großstadt zu Recht zu finden, war den Anderen das gleiche geschehen. Auch sie umrundeten mind. zweimal das Titus-Einkaufszentrum.

Jetzt konnte die Bundestagung beginnen. Freitagsabends ging man schon einmal mit allen, die schon angereist waren, gemütlich essen. Und so wanderten wir in ein leckeres Speiselokal, genannt „Speisekammer“. Das Essen war vorzüglich, wie immer, und gesättigt trafen wir uns dann an der Hotelbar. Man musste ja vorher schon einmal klären, was die Bundestagung so bringen kann, wer gewählt werden soll. Also eine sogenannte Vorbesprechung an der Bar ist immer sehr wichtig. Die Hotelbar dieses 4-Sterne Hotels war winzig. Wir standen in mind. 10 Reihen davor und kämpften um die Bierchen. Viel zu besprechen war nicht, da wohl alles schon geklärt war. Aber es war schön, mal wieder VDST-Heimatluft zu spüren und mit den Altbekannten Erinnerungen auszutauschen.

Die Bundestagung fand im Titus-Saalbauforum statt. Man musste nur vom Hotel über eine Brücke gehen und schon war man da. Mein Karl nahm am Damenprogramm, Entschuldigung – Begleiterprogramm – teil und hatte sich für die Besichtigung des Lufthansa Verwaltungs- und Wartungscenter entschieden. Und hier kann ich nur sagen, er war hell begeistert.

Die Rheinland-Pfälzer hatten wie immer mit ihrem Wimpel Plätze reserviert. Außer Heike, Edi und Uwe, die den LVST-Vorstand vertraten, waren von unseren Vereinen nur Manfred von Manta Mainz, Bernhard Schuster und Gattin vom TC Neustadt und ich anwesend. Aber auch die anderen Landesverbände waren vereinsmäßig ebenso kläglich vertreten. Die Macht hatten die Landesverbände, die mit den Ihnen übertragenden Stimmen entschieden.

Die Tagung war keineswegs spannend. Es waren zwar Wahlen, aber die Kandidaten waren schon vorherbestimmt und wurden dann auch gewählt. Nur bei den Vertretern der Revisoren wurde geheim gewählt, da sich drei bereit erklärt hatten und nur zwei gewählt werden mussten. Leider ist die einzige Frau im Vorstand, unsere Petra Straßburger, jetzt Weishäupl, nicht mehr angetreten. Also wieder alles in alleiniger Männerhand.

Um 18.30 Uhr begann die Abendveranstaltung mit einem ausgedehnten Sektempfang. Wir waren schon fast verhungert, als es endlich in den Saal ging. Doch mit dem Essen musste noch lange gewartet werden. Der Präsident der Hessen hielt einen Rückblick mit Videos, sehr interessant und lustig, Franz Brümmer eine Rede und dann noch ein Vorsitzender aus einem hessischen Verein, der meinte er hätte auch noch zu sagen. Was er zu sagen gehabt hatte, habe ich nicht mitbekommen. Ich musste mal kurz auf die „Heimlichkeit“ Der Magen hing uns inzwischen in den Kniekehlen, der Wein, der ohne Pause ausgeschenkt wurde, fing schon langsam an zu wirken, als die Schlacht am Buffet endlich beginnen konnte. Und die hat sich gelohnt. Das Essen war heimatlich mit Kartoffelsuppe, Eier mit grüner Soße, Tafelspitz mit Meerrettich und Rheinischer Sauerbraten mit Klößen und Rotkraut. Dazu passend auch die Vorspeisen und Nachspeisen. Der Wein floss weiterhin reichlich, weiß und rot, und war im Abendpreis inbegriffen! Allerdings konnte sich der Präsident aus Schleswig-Holstein mit den heimischen Speisen nicht anfreunden. Er aß mindesten 5mal Suppe.

Die Musik war für uns älteres Semester etwas gewöhnungsbedürftig – Disko - aber die Jugend war begeistert. Die Wettkämpfer waren in ihrem Element. Irgendwann war dann auch etwas für die ältere Jugend dabei, und der Schluss war ein Wiener Walzer. Und man glaubt es kaum, der Bundesausbildungsleiter Theo Konken konnte super Walzer tanzen!

Abschließend – die Hessen haben sich hier etwas Tolles einfallen lassen. Und die Bundestagung in ihr Jubiläum zu integrieren, hat natürlich zu diesem Erfolg beigetragen. Auch wir Binger feiern im Jahre 2014 unser 40-jähriges Jubiläum. Ich hatte versucht, ebenfalls die Bundestagung nach Bingen zu holen, war es doch 1999 zum 25-jährigen ein Supererfolg, man spricht heute noch davon, doch Würzburg war uns schon zuvorgekommen, schade.


Herta Bassauer

 

 

 
Platzhalter

Copyright © 2012 Landesverband Sporttauchen Rheinland-Pfalz e.V.. Alle Rechte vorbehalten.